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Was ist BNE?

Bildung für nachhaltige Entwicklung – für eine gelebte Nachhaltigkeit im Alltag begeistern

In den letzten Jahren wurde viel über die Bildung für nachhaltige Entwicklung (kurz BNE) gesprochen, denn sie war Inhalt der weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen „UN-Dekade der Bildung für nachhaltige Entwicklung“ die in eine globale Bildungsagenda gemündet ist. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist heute in vieler Munde, aber nicht immer richtig verwendet. Deshalb hier der Versuch einer Einordnung.

BNE ist ein Bildungsansatz, der einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt und unseren natürlichen Lebensgrundlagen vermitteln will. BNE will Kopf, Herz und Hand ansprechen und Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene zu nachhaltigem Denken und Handeln führen.

Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt. [1]

Durch BNE kann vermittelt werden, dass das Handeln jedes Einzelnen Konsequenzen hat. Nicht nur für einen alleine, sondern auch für andere. Aber jeder Einzelne kann auch etwas tun, um die Welt immer ein Stück mehr zu verbessern. Ein solches Denken ist dringend notwendig, um Veränderungen anzustoßen und drängende globale Probleme wie Raubbau an der Natur oder die ungleiche Verteilung von Reichtum anzugehen. Aber auch Regierungen, Organisationen und Unternehmen müssen Nachhaltigkeit lernen und umsetzen.

Zu allererst sollte BNE aber Querschnittsthema in den Schulen sein, was leider bisher nur sehr mäßig umgesetzt wird. Umso wichtiger sind außerschulische Bildungspartner, wie in Lübeck der Jugend-Naturschutz-Hof Ringstedtenhof, auf dem dieser Bildungsansatz erfolgreich angewendet wird.

Zentrale Bedeutung hat dabei die Gestaltungskompetenz. Es ist die Fähigkeit, Wissen über nachhaltige Entwicklung anzuwenden und Probleme nicht nachhaltiger Entwicklung erkennen zu können. Die Gestaltungskompetenz besteht aus mehreren Teilkompetenzen. Diese zu erlernen und zu erproben ist nur in einer authentischen Lernumgebung möglich. Schon vor über 20 Jahren, bei der Gründung des JNH Ringstedtenhofes, war daher das Konzept des Vereins Landwege zukunftsweisend. Durch eine reale ökologische Landwirtschaft nach BIOLAND Richtlinien ist eine praktische, konkrete und wirklichkeitsnahe Begegnung mit der Landwirtschaft für die Kinder und Jugendlichen möglich. Dies ist für den Verein. Dies ist die Grundlage für die Durchführung der qualitativ hochwertigen pädagogischen Angebote.

Der JNH Ringstedtenhof ist vor allem für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene ein idealer Lernort, um ein Leitbild der Nachhaltigkeit im Sinne von BNE kennenzulernen, den hier ist ein lebensechtes Lernen möglich. Bei den Themen der pädagogischen Angebote geht es um unsere Lebensgrundlagen, den Boden und die Nahrungsmittel. Gerade in diesem Bereich kann jeder Einzelne mit seinen Konsumentscheidungen und -gewohnheiten Einfluss nehmen. Aber Kinder und Jugendliche haben heute kaum noch einen Bezug zum Ursprung ihrer Nahrungsmittel. Ihre Kenntnisse über Landwirtschaft erhalten sie überwiegend durch Medien und nicht durch reale eigene Erlebnisse und Erfahrungen. Die originale Begegnung mit ökologischer Landwirtschaft auf dem JNH Ringstedtenhof ist eine Chance der zunehmenden Entfremdung von der Produktion der Lebensmittel bei den Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken und sie fit zu machen als Konsumenten von morgen.

[1]   Auszug aus dem UN-Dekade-Portal Grundlagen: Bildung für nachhaltige Entwicklung