Konzept und Leitbild

Der Jugend-Naturschutz-Hof Ringstedtenhof als Hofstelle, mit einer langen Geschichte, umfasst natürlich alle typischen Hofbestandteile wie Stallungen- und Wirtschaftsgebäude, Mehrzweckscheune, Erdkeller und Wohnhaus. Hinzugekommen sind im Laufe der letzten 20 Jahre spezielle Bauten für die Nutzung als außerschulischer Lernort. Dazu gehören Kleinstallungen, Schutzhütten (Pavillons), unsere große Fachwerkscheune mit Lehrküche, diversen Seminarräumen, dem Büro und einer Wohnung für MitarbeiterInnen. Ein kleines offenes Backhaus und ein Gewächshaus mitten in unserem Kräuter – und Gemüsegarten runden das schwedisch anmutende Gebäudeensemble ab. Seit 2010 gibt es in unmittelbarer Anbindung an das Hofgelände weitere Schutzhütten und ein großes Freigelände für den Landkindergarten.

Die Grundlagen für unsere pädagogische Arbeit auf dem Jugend-Naturschutz-Hof Ringstedtenhof sind unser Konzept und unser Leitbild. Beide sind nicht statisch, sondern werden immer wieder kritisch begutachtet und überarbeitet. Sie stellen die Vermittlung der Wertschätzung und Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen in den Vordergrund.

Reale Bio-Landwirtschaft zum Mitmachen

Die Besonderheit des Konzeptes besteht in der Organisation des Bildungsortes. Die Hansestadt Lübeck verpachtete den Ringstedtenhof an den Verein Landwege zum Zweck des Betriebs Jugend-Naturschutz-Hof Ringstedtenhof. Von Anfang an war klar, die Grundlage für den pädagogischen Betrieb sollte kein idyllischer Schulbauernhof sein, auf dem Landwirtschaft nur zu Anschauungszwecken und für den eigenen Verbrauch stattfindet, sondern eine reale Landwirtschaft bilden. Daher wurden die 80 ha landwirtschaftliche Fläche und einige Stallungs- und Wirtschaftsgebäude unterverpachtet. Die Familie Grothues-Matzat bewirtschaftet ihren Betrieb eigenständig und ökologisch, nach den Richtlinien des Bioland-Verbandes. Die Schwerpunkte liegen dabei im Getreide- und Kartoffelanbau, sowie der Schweine-, Mutterkuhhaltung und einige Schafe. Weiterhin betreibt die Landwirtsfamilie eine Backstube und einen Hofladen. Hier werden die hofeigenen Erzeugnisse und auch andere ökologisch erzeugte Produkte, vorwiegend aus der Region, verkauft.

Seit 2012 hat der Verein ergänzend einen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb (nach den BIOLAND-Richtlinien) auf dem Jugend-Naturschutz-Hof gegründet, um neben der ergänzenden Tierhaltung (Schafe und Hühner) auch hofnahe Acker- und Gemüsebauflächen für die pädagogische Arbeit nutzen zu können.

 

Hautnahes Erleben von Hof und Natur

Die großen und kleinen Besucher des Jugend-Naturschutz-Hofes erleben so hautnah den Alltag auf einem Bauernhof. Sie erfahren, wie schweißtreibend aber vor allem auch wie befriedigend und ausgleichend die Arbeit in der Natur sein kann. Sie lernen den Naturkreislauf – vom Säen über das Pflegen bis zum Ernten und Verarbeiten – kennen und die Naturprodukte schätzen. Natürlich gehört auch das gemeinsame Essen der gemeinschaftlich zubereiteten Speisen dazu. Den Kindern und Jugendlichen soll nicht nur Wissen vermittelt werden, sondern sie sollen vor allem auch Kompetenzen lernen, die sie befähigen die globalen Probleme zu erkennen und eine lebenswerte Welt auch für die zukünftigen Generationen zu gestalten. Durch das Erleben und vor allem durch das praktische Mitarbeiten in der Landwirtschaft werden viele Kompetenzen geschult. Die vier wichtigsten sind die Sach- und Methodenkompetenz („womit habe ich es zu tun, wie kann ich die Aufgabe lösen“) die personelle Kompetenz („ich kann was!“) und vor allem die soziale Kompetenz („wir schaffen das nur zusammen“).

Auf unserem Landwege Erlebnistag, zu dem jedes Jahr etwa 2000 Besucher kommen, stellen sich der landwirtschaftliche Betrieb, der Jugend-Naturschutz-Hof und die Kindergärten mit einem bunten Programm vor.

Wenn Sie näheres über unser Konzept erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne an. Unser Leitbild finden Sie hier.

 

                                                    Unser pädagogisches Team 2017