Ausgezeichnet: Der Jugend-Naturschutz-Hof Ringstedtenhof ist Vorbild für Nachhaltigkeit

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) zeichnen den Jugend-Naturschutz-Hof Ringstedtenhof zum 2. Mal für seine herausragenden Bildungsinitiative für nachhaltige Entwicklung aus.

Die Jury lobte vor allem das ganzheitliche BNE-Angebot für Kitas und Schulen und die erfolgreiche Kooperation mit dem Job Center Lübeck, mit der Beschäftigung und Weiterbildung von Langzeitarbeitslosen im Bereich der ökologischen Landwirtschaft. Die Preisverleihung fand im Rahmen eines Festaktes am 28.11.2018 in Bonn statt.

Neben dem Jugend-Naturschutz-Hof wurden weitere 31 Lernorte, 43 Netzwerke und 6 Kommunen für ihr herausragendes Engagement für Bildung für nachhaltige Entwicklung am 28. November in Bonn unter dem Motto „Ausgezeichnet“ von Staatssekretär Christian Luft vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) Prof. Dr. Maria Böhmer prämiert.

28.11.2018 Bonn: Auszeichnung von Bildungsinitiativen für nachhaltige Entwicklung durch die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rathaus Bonn. Im Bild: v.l.
Kornelia Haugg (Abteilungsleiterin Allgemeine und berufliche Bildung; Lebenslanges Lernen, BMBF), Christoph Beckmann-Roden und Michaël Dufour-Ledoux (Jugend-Naturschutz-Hof Ringstedtenhof),
Minister a.D. Walter Hirche (Internationaler Berater der Nationalen Plattform BNE, DUK).
Foto: DUK/Thomas Müller

Ausgezeichneten Initiativen aus fast allen Bundesländern:

Staatssekretär Christian Luft hob die gesellschaftliche Bedeutung der gewürdigten Initiativen hervor: „Wir brauchen in Deutschland und der Welt ein noch stärkeres Bewusstsein für einen schonenden Umgang mit Ressourcen und der Notwendigkeit eines nachhaltigen Lebens. Hierfür spielt Bildung für nachhaltige Entwicklung eine Schlüsselrolle. Die heute ausgezeichneten Initiativen leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung. Positive Beispiele und das beeindruckende Engagement der vielen Beteiligten bringen uns in der Verankerung einer nachhaltigen Entwicklung im deutschen Bildungssystem einen weiteren Schritt voran.“

Wie wichtig das Engagement angesichts der aktuellen globalen Herausforderungen ist, betonte DUK-Präsidentin Prof. Dr. Maria Böhmer: „Die neuesten Warnungen von Weltklimarat und Weltbiodiversitätsrat zeigen: für eine zukunftsfähige Welt brauchen wir schnelle und weitreichende Veränderungen. Wie Nachhaltigkeit praktisch gelebt und erfahrbar werden kann, das zeigen unsere 81 herausragenden Bildungsinitiativen Tag für Tag. Ich wünsche mir, dass ihre neuen Lösungsansätze zahlreich aufgegriffen und weiterentwickelt werden.“

Als außerschulischer Lernort zeigt der JNH Ringstedtenhof täglich, wie Nachhaltigkeit praktisch (vor-) gelebt werden kann.

Seit 2016 zeichnen das BMBF und die DUK im Rahmen der nationalen Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung einmal im Jahr Bildungsinitiativen aus. Der Jugend-Naturschutz-Hof war damals der erste ausgezeichnete Lernort in Schleswig-Holstein. Die Auswahl trifft eine Jury bestehend aus Mitgliedern der Nationalen Plattform BNE sowie Vertretern des BMBF, der Freien Universität Berlin und der DUK. Neben Lerninhalt, Methoden und Lernprozessen richten die ausgezeichneten Akteure ihr gesamtes Handeln auf BNE aus. Sie orientieren auch die eigene Bewirtschaftung an Prinzipien der Nachhaltigkeit. Somit tragen sie dazu bei, BNE strukturell in der deutschen Bildungslandschaft zu verankern. Der Jugend-Naturschutz-Hof Ringstedtenhof hat seine Auszeichnung auf der höchsten Auszeichnungsstufe bekommen, das bedeutet, dass wir für die Lübecker Schulen ein breites Spektrum an Umweltbildungsthemen anbieten. Die pädagogische Arbeit zeichnet sich dabei vor allem durch den handlungsorientierten Ansatz aus. Die Kinder und Jugendlichen können bei Ihrem Besuch auf dem realen landwirtschaftlichen BIOLAND-Betrieb mit “anfassen” und hautnah erleben, wie aus Ihrer Arbeit in der Landwirtschaft Nahrungsmittel entstehen, die sie im Supermarktregal wiederfinden können. Die Kinder und Jugendlichen lernen durch ihr Tun, dass im Winter keine Erdbeeren geerntet werden können und dass die Hühner nicht jeden Tag ein Ei legen. So können Ihnen ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Zusammenhänge in der Landwirtschaft erfahrbar gemacht werden. Sie entdecken Handlungsspielräume, beispielsweise wie sie durch ihr Einkaufsverhalten und das ihrer Familie Einfluss nehmen können und den Gedanken eines nachhaltigen Lebensstiles verwirklichen können.

Weitere Informationen

Die ausgezeichneten Initiativen: http://www.bne-portal.de/auszeichnungen

Bundesministerium für Bildung und Forschung: www.bmbf.de/bne