Bildungsprojekt Jugend-Naturschutz-Hof Ringstedtenhof in Berlin vorgestellt

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und das Julius Kühn-Institut (JKI) hatten am 9. und 10. Dezember 2014 zu einem Fachsymposium geladen, um den Stand des Wissens zum Urbanen Gartenbau aufzuzeigen.
Gartenbauliche Produktion in der Stadt – angesichts zunehmender Bevölkerungsdichten und Flächenkonkurrenz in urbanen Ballungszentren ein Widerspruch? Tatsächlich ist derzeit ein Trend zur Rückkehr der gartenbaulichen Produktion in Städte zu verzeichnen.
Urbanen Gartenbau gibt es, seit es Städte gibt. In früheren Zeiten lag der Grund eher in eingeschränkten Möglichkeiten der Haltbarmachung von Lebensmitteln und der Notwendigkeit kurzer Transportwege. Heute ist es auch die Besinnung auf eine „greifbare“ Erzeugung, die Werte wie Umweltverträglichkeit, soziale Gerechtigkeit und das Erleben des Wachstums mit sich bringt. Urbaner Gartenbau trägt darüber hinaus zur Verbesserung des städtischen Mikroklimas bei, leistet einen Beitrag zur Artenvielfalt, fördert die nachhaltige Stadtentwicklung und schafft Sensibilität für einen nachhaltigen Lebensstil.
Mit ca. 80 Teilnehmern von Behörden und Vereinen, Universitäten, der Land- und Forstwirtschaft sowie unterschiedlichen Naturschutzvereinen war die Veranstaltung im Bundesministerium sehr gut besucht. Die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland. Im Rahmen dieses Symposiums hat Cornelia Klaffke, Geschäftsführerin des Jugend-Naturschutz-Hofes, den Hof als Projekt des Landwege e.V. präsentiert und in ihrem anschaulichen Vortrag „Umwelt- und Ernährungsbildung auf dem Jugend-Naturschutz-Hof Ringstedtenhof“ die pädagogische Arbeit vorgestellt, an die sich eine rege Diskussion anschloss.

Cornelia Klaffke bei ihrem Vortrag
Cornelia Klaffke bei ihrem Vortrag im Landwirtschaftsministerium Berlin